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Versammlungen03.12.2019
Spendable Gesten des Frauenbundes

Zuwendungsempfänger waren Behindertenwohnheim, Kötztinger Tafel und Bergkircherl

Annemarie Roßbauer  und Emmi Kollross vom Vorstandsteam des Lamer Frauenbunds händigten am Dienstagabend nach einem Rorate als besinnlicher Teil der Adventsfeier und einem leckeren Buffet im Gasthof „Dimpflwirt“ drei Spenden aus, die  auf Wunsch alle im Landkreis blieben.

Die erste erhielt die Mesnerin des Berkircherls „Maria Hilf“, Anni Kuchler,  die dafür einen neuen Teppich für den Eingangsbereich anschaffen möchte, damit die Besucher bei Eis, Schnee und Nässe im Freien beim Eintritt in den Sakralbau   nicht stürzen. Der Betrag richtet sich nach dem Kaufpreis.

Die nächste Spende über 350 Euro konnte Bernhard Reiser aus Hohenwarth für  die Behindertenwohnheime in Cham entgegen nehmen, wobei 300 Euro aus der Frauenbundkasse und 50 Euro aus privater Hand stammten. Der  Leiter informierte die Frauenrunde, dass in der Wolfgang-Spießl-Wohnstätte 42 Bewohner zwischen 25 und 65 Jahren leben, von denen etliche keine  Angehörige mehr haben.  „Es ist kein Pool an Geld vorhanden, um ihnen an Weihnachten eine Kleinigkeit zu schenken“, so Reiser. Mit der  Spende könne man diesen Bewohnern ein Lächeln in das Gesicht zaubern.

Teil drei der spendablen Gesten nahm Arnfried Lausch von der  Bad Kötztinger Tafel ebenfalls persönlich in Empfang. Emmi Kollross wusste, dass auch aus dem Lamer Bereich einige  nach Kötzting zur  Tafel fahren, um sich einzudecken. Deshalb fand es die Vorstandschaft sinnvoll, weitere 300 Euro an diese Einrichtung zu spenden. Arnfried Lausch stellte deren mittlerweile zehnjährigen Aktivitäten kurz vor, u. a. auch die Unterstützung von Kindern mit Schul- und Sportbedarf. Wenn minderbemittelte Familien den Aufwand für Klassenfahrten nicht stemmen können, greife  die Tafel unter die Arme.  „Wir bezuschussen diese Klassenfahrten mit 150 Euro pro Kind“, erläuterte Lausch. Die Spende des Frauenbunds könne man gut im nächsten Jahr gebrauchen. Die Tafel habe keinen Träger und finanziere sich aus drei Säulen, den Mitgliedsbeiträgen, dem Shop „Mode für alle“ und dem Spendenfluss. „Wir hatten im vergangenen Jahr 34.000 Euro Fixkosten, die mit der Boutique weitgehenst gedeckt werden konnten“, freute sich die Führungskraft, die auch die Notwendigkeit der Digitalisierung zur Sprache brachte. Die Tafel musste sich  darauf einstellen, sonst erhalte sie von den Discountern keine Lebensmittel mehr. Gleichzeitig verschwinden die Karteikarten. Nachfolger sind kleine Chipkarten, die eine  Erleichterung schaffen. Mit dem Kauf eines neuen Autos sei man imstande, kranke und ältere Menschen mit Lebensmitteln zu beliefern, wo die Nachbarschaftshilfe nicht funktioniert. „Die Schattenseiten in der Gesellschaft sind sehr groß“, bedauerte Arnfried Lausch, der es auch einigen Bürgermeistern aus dem  Altlandkreis Kötzting ankreidete, dass sie sein Anschreiben unbeantwortet ließen. Rosmarie Geiger von der Kleiderkammer Lam  erhöhte den Betrag für die Tafel um einen weiteren Obolus. Für die Sängerinnen des  Frauenbund-Singkreises  und die Helferinnen beim Kräuterbuschen binden hielt  das Vorstandsteam eine  kleine Anerkennung und Wertschätzung parat. (kli)

 


Redakteur: Emmi Kollross
Veröffentlicht am: 03.12.2019
(c) by Frauenbund Lam 2011