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Ausflüge13.07.2018
Bewegungstherapie und Apherese

Frauenbund zu Besuch im Gesundheitspark am Regenbogen in Cham

Am vergangenen Freitag unternahmen Mitglieder des KDFB einen Ausflugzum INUS-Center nach Cham. Einige der Teilnehmer nutzten für die Anreise den Elektro-Kleinbus der Marktgemeinde, der im Parkhaus stationiert ist und gemietet werden kann. Das Fahrzeug ist mittlerweile ein Jahr im Einsatz und hat eine Reichweite von rund 140 Kilometern. Bepp Aschenbrenner chauffierte die Damen souverän und nahezu geräuschlos in die Kreisstadt. Am Ziel angekommen wurde die Gruppe, zu der sich auch einige Further gesellt hatten, bereits von Chefarzt Dr. R. Straube und Sportwissenschaftler Stephan Jarosch erwartet. Bei seiner Führung durch das Rehabilitations- und Sportzentrum stellte Jarosch lebhaft und detailreich die vielfältigen Behandlungsmöglichkeiten für Muskel- und Skeletterkrankungen vor. Dazu behören unter anderem die dreidimensionale Bewegungstherapie, Mobilisation, Kräftigung, Logopädie, Krankengymnastik und Bewegungsbad. TCM und gesunde Küche runden das Angebot ab. Um einen ganzheitlichen Therapieerfolg zu erzielen, werde besonders Wert darauf gelegt, dass sich der Patient wohlfühlt. Mit einigen kleinen kinesiologischen Übungen versetzte der Sportwissenschaftler die Frauen ins Staunen. Für den zweiten Teild der Führung nahm sich Dr. Straube, Internist, Neprologe und Umweltmediziner, ausgiebig Zeit, um den Besuchern in der angegliederten Hautarztpraxis, dem Herzstück der Einrichtung, die therapeutische Apherese vorzustellen. Es handelt sich dabei um ein Blutwäscheverfahren für Umweltkrankheiten, das maßgeblich von ihm mitentwickelt wurde. Patienten aus der ganzen Welt, von Norwegen bis Kapstadt, von Hawaii und bis Japan, darunter auch Prominente und Politiker, kommen nach Cham, um sich behandeln zu lassen. Die Gruppe erfuhr, dass das Durchschnittsalter bei 51 Jahren liegt. Auch verschiedene TV-Sender waren schon vor Ort, um über die Therapie zu berichten. Vor allem schwere chronische Erkrankungen und Entzündungen, Umwelterkrankungen, ausgelöst durch Pestizide, Schwermetalle und Lösungsmittel, werden durch die therapeutische Apherese, die hier einzigartig ist, anhaltend behandelt. Auf die von Zecken übertragene Borelliose hat sich der Mediziner darüber hinaus besonders spezialisiert. Erschreckend ist, dass die Erkrankung immer mehr zunimmt und sich mittlerweile zusätzlich eine zweite aus Italien eingeschleppte Zeckenart, die das Florenzfieber hervorruft, bei uns breitmacht. Nach diesem lehrreichen und beeindruckenden Vortrag rundete eine Einkehr in der Vitaleria den überaus informativen und kurzweiligen Nachmittag ab. (Auszug aus der Kötztinger Zeitung -as-)


Redakteur: Emmi Kollross
Veröffentlicht am: 13.07.2018
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