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Versammlungen14.11.2017
Ein Schatz, den uns die Natur schenkt

Wohltuende Wirkung ätherischer Öle und der Aromamassage beim FB

Ganz gleich, ob es die alten Ägypter waren, die traditionelle chinesische Medizin oder die Klosterfrauen und -männer des Mittelalters - seit jeher wissen Menschen um die reinigende Wirkung von Kräutern und Räucherwerk und machen sich diese zunutze. "Die in den Pflanzen enthaltenen ätherischen Öle sind ein Schatz, den uns die natur schenkt", so umschrieb es Maria Müller am Dienstagabend vor einer interessierten Frauenrunde im Pfarrsaal. Auf Einladung des KDFB und der KEB referierte die Krankenschwester über die Vielfalt der ätherischen Öle und leitete die Teilnehmerinnen in der Technik der Aromamassage an.  Im Berufsalltag des Krankenhauses erlebte Maria Müller, welch positive Effekte Berührung, speziell auch auf Demenzkranke hat und war überzeugt: "Was Kranken gut tut, muss auch für Jüngere und Gesunde gut sein". So wurde sie auf die Aromamassage aufmerksam. Nahezu alle ätherischen Öle haben eine antibakterielle und desinfizierende Wirkung. Dazu können sie belebend und erfrischend, wärmend, beruhigend, konzentrationsfördernd oder schmerzlindernd wirken. Grundsätzlich werden die Öle nach Kopf-, Herz- und Basisnote unterschieden. "Verwenden Sie nur 100 Prozent reines natürliches Öl und achten Sie darauf, dass die offizielle Handelsbezeichnung, der vollständige botanische Name und die Herkunft verzeichnet sind", betonte die Referentin. Um das passende Öl zu finden, sollte eine Duftprobe gemacht werden. Bei der Dosierung ist weniger mehr - 20 Tropfen ätherisches Öl auf 60 ml Trägeröl lautet die Richtschnur. Als Trägeröl dienen Pflanzenöle, aber nur aus der ersten Pressung, denn nur kalt gepresste oder schonend gepresste Öle enthalten alle wertvollen Stoffe für die Haut. Besonders gut eignen sich Mandel-, distel-, Oliven-, Weizenkeim- oder Jojobaöl bester Qualität. Ihre persönlichen Favoriten waren Mandel- und Jojobaöl. Da die ätherischen Öle sehr flüchtig sind, sollten die Fläschchen nicht unnötigerweise geöffnet werden. Bei der Aromamassage werden die Öle auf unterschiedliche Art aufgenommen. Vordergründig sprechen die Dämpfe den Geruchssinn an. Der Körper nimmt jedoch auch über die Haut die Wirkstoffe der ätherischen Öle auf. Durch ihre besonderen Eigenschaften unterstützen sie die entspannende Wirkung der Massage. Selbst Luft und der ganze Raum sind während der Aromamassage von den Düften der ätherischen Öle durchwachsen. 

Nach dieser Einführung durften sich die Teilnehmerinnen aus drei Ölen eines aussuchen - Citrus, Zimt oder Lavendel. Paarweise ließen sich sich von Maria Müller anhand einer Handmassage sowie einer Schläfen-Nacken-Massage einweihen. Am Ende des Abends bedankt sich FB-Vorsitzende Marietta Hutter herzlich bei der Referentin.

-as- Auszug aus der Kötztinger Zeitung


Redakteur: Emmi Kollross
Veröffentlicht am: 14.11.2017
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