Artikeldetails

Allgemeines23.06.2016
Kochen nach Schroth

Die Methoden des Johann Schroth Chefkoch Christian Podubrin gab den Frauenbundmitgliedern „Crashkurs“

Die originale Schrothkur ist benannt nach dem „Erfinder“ Johann Schroth, einem Naturheiler, der von 1798 bis 1856 lebte. Auszüge davon lernten die Mitglieder des Lamer Frauenbundes beim Kochkurs am Donnerstag nachmittag mit dem Chefkoch des Hotels „Bayerwald“, Christian  Podubrin, kennen.

Ins Rollen gebracht hat dieses Angebot die Tatsache, dass vor allem Rheumageplagte von der Schrothkur Linderung erfahren und sich deshalb auch gerne über deren Wirkungsweise und Rezeptur informieren. Als die Verantwortlichen die Fühler nach einer Vorführung ausstreckten, fragten sie natürlich zuerst im ortsansässigen Hotel „Bayerwald“, dem einzigen Schrothkurhotel im Bayerischen Wald, nach, zumal Seniorchefin Maria Jäger Frauenbundmitglied ist. Diese gab sofort ihre Zusage, so dass der Kochnachmittag eingefädelt war.

Im Alltagsleben vergisst man immer wieder, sich genug um sich selbst zu kümmern – falsche Ernährung, zu wenig Bewegung, die kleinen und großen Sorgen des täglichen Lebens lassen die Leute oft schlapp und unmotiviert werden. Die Folge – die Menschen fühlen sich gereizt. Da der Organismus „übersäuert“ ist und „Schlackenstoffe“ nicht mehr ausgeschieden werden, fühlt man sich in seiner Haut nicht mehr wohl. Der Bewegungsapparat schmerzt, rheumatische Erkrankungen wie Gelenksentzündungen, Weichteilrheuma sowie Arthrosen werden begünstigt.

Wie Sebastian Kneipp hat auch Johann Schroth seine Anwendungen an sich selbst erprobt. Sein rechtes Kniegelenk wurde durch einen Pferdetritt verletzt und er behandelte es erfolgreich mit kalt-nassen Umschlägen , die sich nach einiger Zeit erwärmten. Dies war der Grundstein für die originale Schrothkur, die auf vier Säulen basiert: die Schroth`sche Diät, Trinkordnung, Packung sowie Ruhe und Bewegung.

Die Schrothkur ist ein ganzheitliches Verfahren, das der Entschlackung dient und – als oft erwünschte Begleiterscheinung – der Gewichtsreduktion. „Es ist kein Verfahren für immer – nur für eine begrenzte Zeit von idealerweise zwei bis drei Wochen“, unterstrich Christian Podubrin. Die Schrothkur bewirkt eine umfassende Umstimmung im Stoffwechsel und vegetativen Nervensystem, so dass die Selbstheilungskräfte aktiviert werden. Christian Podubrin hatte die Zutaten bereits größtenteils vorbereitet und so führte er zügig und live einige Rezepte vor, die die Frauen auch  nachkochen können. Solche Beispiele waren Beeren-Couscous, Reispflanzerl mit Ratatouillegemüse oder Reismilch-Reis. Vom Zuschauen bekamen alle Hunger auf die leckeren Speisen, die im Anschluss verkostet wurden. Aufgrund der ausgehändigten Rezeptesammlung tauchen  die Varianten sicherlich auf so manchem  heimischen Speisezettel auf. (Auszug aus der Kötztinger Umschau -kofe-)


Redakteur: Emmi Kollross
Veröffentlicht am: 23.06.2016
(c) by Frauenbund Lam 2011